Dip Station fürs Homegym: Brust und Trizeps ohne Maschinen

Dip Station fürs Homegym: Brust und Trizeps ohne Maschinen

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Equipment · Training

Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Besprich Änderungen an Ernährung, Training oder Supplementierung immer mit deinem Arzt, besonders bei Vorerkrankungen, Schwangerschaft oder Einnahme von Medikamenten.

Dips sind das „Kniebeugen des Oberkörpers", eine Compound-Übung, die Brust, Trizeps und vordere Schulter gleichzeitig trainiert. Und das Beste: Du brauchst dafür keine teure Maschine. Eine einfache Dip-Station oder ein Rack-Attachment reicht völlig aus.

Dips als Compound-Übung: Brust, Trizeps und Schulter in einer Bewegung

  • Compound-Bewegung: Trainiert Brust, Trizeps und Schultern gleichzeitig
  • Progressiv steigerbar: Körpergewicht → Zusatzgewicht mit Dip-Gürtel
  • Variabel: Vorwärtslehnen = mehr Brust, aufrecht = mehr Trizeps
  • Kein Equipment-Limit: Im Gegensatz zu Maschinen bist du nicht auf einen Gewichtsstack beschränkt
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Fun Fact: Vince Gironda, einer der berühmtesten Bodybuilding-Coaches der Geschichte, nannte Dips den „Upper Body Squat" und bevorzugte sie sogar gegenüber dem Bankdrücken für die Brustentwicklung.

Die Optionen fürs Homegym

1. Rack-Dip-Attachment (30–80 €)

Zwei Griffe, die in die Rack-Lochung gesteckt werden. Die platzsparendste und günstigste Lösung, wenn du bereits ein Power Rack hast.

EigenschaftDetails
Preis30–80 €
PlatzbedarfNull (am Rack montiert)
Belastbarkeit150–250 kg (je nach Rack)
GriffabstandFest (abhängig von Rack-Breite)

Vorteil: Kein zusätzlicher Platz. Nachteil: Griffabstand nicht verstellbar, blockiert das Rack während der Nutzung.

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2. Freistehende Dip-Station (80–200 €)

Eigenständiges Gerät mit zwei parallelen Barren. Oft kombiniert mit Klimmzugstange („Power Tower").

EigenschaftDetails
Preis80–200 €
Platzbedarf80 × 80 cm Grundfläche
Belastbarkeit120–200 kg
ExtrasOft mit Klimmzugstange, Rückenpolster

Vorteil: Unabhängig vom Rack, oft mit Klimmzugstange. Nachteil: Braucht eigenen Platz, kann wackelig sein bei günstigen Modellen.

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3. Parallelbarren / Minibarren (40–100 €)

Zwei einzelne Barren, die auf dem Boden stehen. Flexibel positionierbar, kompakt verstaubar.

Vorteil: Griffabstand frei wählbar, platzsparend. Nachteil: Weniger stabil als fest montierte Lösungen.

Meine Empfehlung: Wenn du ein Power Rack hast, kauf ein Dip-Attachment (30–50 €). Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis, kein Platzverlust. Ohne Rack: Parallelbarren (Lebert Equalizer oder ähnlich) für ca. 80 €.

5 Dip-Varianten für dein Training

1. Standard Dip (Brust-Fokus)

Lehn dich ca. 30 Grad nach vorne, Ellenbogen leicht nach außen. Geh so tief wie deine Schultern es erlauben. 3 × 8–12.

2. Trizeps Dip (aufrecht)

Körper aufrecht halten, Ellenbogen eng am Körper. Weniger Brust, mehr Trizeps. 3 × 10–15.

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3. Weighted Dip

Körpergewicht zu leicht? Dip-Gürtel (ca. 25 €) umschnallen und Gewichtsscheibe anhängen. Fortgeschrittene packen 20–40 kg extra drauf. 4 × 6–8.

4. Negative Dips (Anfänger)

Kannst du noch keinen Dip? Spring in die obere Position und lass dich so langsam wie möglich ab (5–10 Sekunden). 3 × 5.

5. Ring Dips (Profi)

Dips an Turnringen statt festen Griffen. Extrem instabil = maximale Muskelaktivierung. Ringe am Rack befestigen (Ringe: ca. 30 €). Nur für Fortgeschrittene!

Schulter-Check: Dips belasten das Schultergelenk, besonders in der unteren Position. Wenn du Schulterprobleme hast, geh nur so tief, wie es schmerzfrei möglich ist. Bei akuten Schmerzen: Dips weglassen und stattdessen Close-Grip Bench Press machen.

Dips im Trainingsplan

Dips gehören in deinen Push Day. Platziere sie nach dem Bankdrücken als zweite oder dritte Übung:

  1. Bankdrücken: 4 × 6–8
  2. Schrägbankdrücken (KH): 3 × 8–10
  3. Dips: 3 × max (ggf. mit Zusatzgewicht)
  4. Overhead Press: 3 × 8
  5. Trizeps Extension: 2 × 12

Dip-Varianten für Brust und Trizeps

Brust-Dips: Beuge den Oberkörper 15 bis 20 Grad nach vorn, Ellbogen zeigen leicht nach aussen. 3 Saetze mit 8 bis 12 Wiederholungen, 90 Sekunden Pause. Diese Variante aktiviert den unteren Brustmuskel stärker als Bankdrücken. Trizeps-Dips: Oberkörper aufrecht, Ellbogen eng am Körper nach hinten. 3 Saetze mit 10 bis 15 Wiederholungen, 60 Sekunden Pause. Die aufrechte Haltung isoliert den Trizeps und reduziert die Brustbeteiligung auf unter 30 Prozent.

Dips mit Zusatzgewicht steigern

Sobald du 3 Saetze mit 15 sauberen Wiederholungen schaffst, ist es Zeit für Zusatzgewicht. Ein Dip-Guertel (ab 20 Euro) hält Gewichtsscheiben zwischen deinen Beinen. Starte mit 5 kg und steigere alle 2 Wochen um 2,5 kg. Alternative: Klemme eine Kurzhantel zwischen die Fuesse oder trage einen Rucksack mit Gewichtsscheiben. Bei 20 kg Zusatzgewicht und 10 Wiederholungen trainierst du Brust und Trizeps intensiver als mit 80 kg Bankdrücken, das Verhältnis von Eigengewicht plus Zusatzgewicht ist entscheidend.

Dip-Station als Allrounder nutzen

An der Dip-Station trainierst du mehr als Dips: Beinheben (3x12 für den Bauch), L-Sit (3x15 Sekunden halten für Bauch und Hueftbeuger), Schraege Liegestuetze (Hände auf den Holmen, 3x20 als Aufwärmung), Australian Rows (Beine auf dem Boden, Körper unter den Holmen, 3x12 für den Rücken). Eine gute Dip-Station ersetzt damit eine Flachbank, ein Bauchtrainer und eine Klimmzugstange für die Grunduebungen.

Dip-Station kaufen: Worauf achten

Belastbarkeit: Mindestens 120 kg (Eigengewicht plus Zusatzgewicht). Material: Stahlrohr mit 5 cm Durchmesser, pulverbeschichtet. Holmbreite: 55 bis 60 cm ist Standard, breiter als 65 cm überlastet die Schultern. Griffpolster: Schaumstoff oder Gummi, mindestens 3 cm Durchmesser, duennere Griffe verursachen Druckstellen an den Handflaechen. Standfestigkeit: Die Station darf bei Dips nicht wackeln, prüfe das im Geschaeft oder bestelle mit Rückgaberecht. Preisbereich: 40 bis 80 Euro für solide Modelle, unter 30 Euro ist die Qualität meist ungenügend.

Dip-Station kaufen: Worauf es bei Belastbarkeit, Griffabstand und Stabilität ankommt

Eine Dip-Station unter 100 Euro kann völlig ausreichen — oder dich nach drei Wochen frustrieren, weil sie bei 85 kg Körpergewicht plus Dip-Gürtel mit 20 kg Zusatzgewicht anfängt zu wackeln. Der entscheidende Faktor ist nicht der Preis, sondern die angegebene Maximalbelastbarkeit in Relation zu deinem Trainingsgewicht. Günstige Power Tower aus dem Discounter halten oft nur 100–120 kg aus. Wer progressive Überlastung ernst nimmt und in einem Jahr mit 15–20 kg Zusatzgewicht arbeiten will, braucht mindestens 150 kg Belastbarkeit, besser 200 kg. Das schränkt die Auswahl unter 150 Euro erheblich ein.

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Veröffentlicht durch die Gym4Home-Redaktion. Veröffentlicht am 18. Mai 2026.

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