EZ-Curl-Bar: Die beste Stange für Bizeps und Trizeps
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Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Besprich Änderungen an Ernährung, Training oder Supplementierung immer mit deinem Arzt, besonders bei Vorerkrankungen, Schwangerschaft oder Einnahme von Medikamenten.
Bizeps-Curls mit der geraden Langhantel? Funktioniert, aber deine Handgelenke werden dir irgendwann die Quittung präsentieren. Die EZ-Bar (auch SZ-Stange genannt) löst dieses Problem elegant: Die gewinkelte Griffposition entlastet die Handgelenke und trifft den Bizeps trotzdem optimal.
Warum die EZ-Bar besser ist als die gerade Stange
Bei geraden Curls stehen deine Handgelenke in voller Supination (Handflächen nach oben). Das erzeugt Spannung im Handgelenk, die bei schweren Gewichten und hohen Wiederholungen unangenehm bis schmerzhaft wird. Die EZ-Bar bringt die Handgelenke in eine halbierte Supination, natürlicher, schonender, schmerzfreier.

Die Biomechanik hinter dem Winkel
Der entscheidende Unterschied liegt im Pronationswinkel: Während du bei einer geraden Stange die Unterarme komplett nach außen drehen musst (volle Supination), erlaubt die EZ-Bar einen Winkel von etwa 30–45 Grad. Das klingt nach wenig, macht aber einen riesigen Unterschied, wenn du 4 Sätze à 12 Wiederholungen absolvierst. Weniger Torsion im Handgelenk bedeutet weniger Belastung auf die Unterarmsehnen und das Handgelenk allgemein. Wer regelmäßig und über Jahre trainiert, wird diesen Unterschied irgendwann deutlich spüren, meistens dann, wenn es zu spät ist und der Schmerz schon da ist.
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Der Brachialis: der heimliche Arm-Vergrößerer
Die meisten denken beim Arm-Training nur an den Bizeps, aber der Brachialis ist fast genauso wichtig für den sichtbaren Armumfang. Dieser Muskel liegt direkt unter dem Bizeps und drückt ihn bei guter Entwicklung nach oben, sodass der Arm voller und runder wirkt. Die EZ-Bar aktiviert den Brachialis durch die halbpronierte Griffposition messbar stärker als gerade Curls. Wenn du wirklich beeindruckende Arme aufbauen willst, ist die EZ-Bar nicht optional, sie ist das smartere Werkzeug für dieses Ziel.
Die besten Übungen mit der EZ-Bar
Bizeps
- EZ-Bar Curls (stehend): Der Klassiker. Enger Griff betont den äußeren Bizepskopf, weiter Griff den inneren.
- Preacher Curls: Arme auf der Schrägbank abgelegt, kein Schwungholen möglich. Brutale Isolation.
- Spider Curls: Bauchlage auf der Schrägbank, Arme hängen frei. Maximale Spannung in der kontrahierten Position.
Trizeps
- Skull Crushers: Rückenlage auf der Bank, EZ-Bar zur Stirn führen. DER Trizeps-Killer. Die EZ-Bar schont die Handgelenke dabei enorm.
- Overhead Extensions: EZ-Bar hinter dem Kopf, Arme strecken. Trainiert den langen Trizepskopf, der den größten Anteil am Armumfang hat.
- Close-Grip Press: Wie Bankdrücken, aber mit engem Griff auf der EZ-Bar. Trizeps-dominant.

So führst du die Übungen richtig aus
Technik schlägt Gewicht, immer. Das gilt besonders bei Arm-Übungen, weil Schummeln hier leicht ist und Verletzungen teuer werden. Bei EZ-Bar Curls stehend: Ellenbogen bleiben eng am Körper, Rücken gerade, kein Schwung aus der Hüfte. Viele Anfänger nehmen zu viel Gewicht und kompensieren mit dem ganzen Oberkörper, damit trainieren sie mehr den Rücken als die Arme. Lehn deinen Rücken gegen eine Wand, wenn du merkst, dass du schaukelst. So eliminierst du den Ausweichweg und zwingst den Bizeps zur Arbeit.
Bei Skull Crushers: Senke die Stange langsam (3 Sekunden runter, 1 Sekunde hoch) und führe sie nicht direkt zur Stirn, sondern leicht hinter den Kopf. Das hält die Spannung auf dem Trizeps im gesamten Bewegungsumfang. Und nochmal: Die Ellenbogen bleiben still. Sobald sie anfangen rauszuwandern, machst du Bankdrücken, nicht Skull Crushers.
Trainingsplanung: Wie oft und wie viel?
Du willst konkret wissen, wie du die EZ-Bar einsetzen sollst? Hier ein einfaches Schema, das funktioniert:
- Anfänger (unter 3 Monate Erfahrung): 2x pro Woche Arm-Training, je 3 Sätze EZ-Bar Curls und 3 Sätze Skull Crushers, 10–12 Wiederholungen, 60–90 Sekunden Pause zwischen den Sätzen.
- Fortgeschrittene (6+ Monate): 2–3x pro Woche, 4 Sätze pro Übung, Variation zwischen engem und weitem Griff, Wiederholungsbereich 8–15 je nach Fokus (Kraft vs. Hypertrophie).
- Progressive Overload: Steigere das Gewicht, sobald du alle Wiederholungen sauber schaffst, nicht früher. Lieber eine Woche länger warten als mit schlechter Technik hochgehen.
Welche EZ-Bar kaufen?
| Typ | Preis | Eigengewicht | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| Standard (25mm) | 20–40 € | 5–7 kg | Wenn du 25mm-Scheiben hast |
| Olympia (50mm) | 50–100 € | 8–10 kg | Wenn du Olympia-Scheiben hast |
Auf diese Details achten beim Kauf
Nicht jede EZ-Bar ist gleich, und der Preisunterschied zwischen 25 und 80 Euro ist meist berechtigt. Hier die drei Punkte, die wirklich zählen:
- Riffelung (Knurling): Je tiefer und aggressiver die Riffelung, desto sicherer hältst du die Stange auch mit Schweißhänden. Glattes Metall ist ein No-Go, besonders bei Skull Crushers, wo dir die Stange buchstäblich in die Stirn fallen könnte.
- Aufnahmedurchmesser: 25mm für Standard-Scheiben, 50mm für Olympia. Prüf das, bevor du bestellst, falsch gekauft bedeutet retournieren oder eine nutzlose Stange im Keller.
- Maximale Belastbarkeit: Günstige Stangen tragen oft nur 60–80 kg. Wenn du schwer trainierst oder es planst, achte auf Modelle mit 120 kg+ Tragkraft. Bei Olympia-Modellen ist das meist kein Problem, bei billigen Standard-Stangen schon eher.
Für die meisten Homegym-Athleten ist eine Olympia-EZ-Bar im Bereich 60–80 Euro die richtige Wahl: robust, passend für gängige Gewichtsscheiben und solide verarbeitet. Finger weg von No-Name-Produkten ohne klare Herstellerangaben zur Belastbarkeit.
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Veröffentlicht durch die Gym4Home-Redaktion. Veröffentlicht am 7. September 2026.
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