Laufband vs. Rudergerät: Das beste Cardio fürs Homegym
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Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Besprich Änderungen an Ernährung, Training oder Supplementierung immer mit deinem Arzt, besonders bei Vorerkrankungen, Schwangerschaft oder Einnahme von Medikamenten.
Wenn du neben deinem Krafttraining Cardio ins Homegym integrieren willst, stehen zwei Geräte ganz oben auf der Liste: Laufband und Rudergerät. Beide haben ihre Berechtigung, aber welches passt besser zu dir und deinem Setup? Lass uns das ehrlich und ohne Marketingblabla durchleuchten.
Der große Vergleich
| Kriterium | Laufband | Rudergerät |
|---|---|---|
| Platzbedarf | ~2 m² (klappbar: ~1 m²) | ~3 m² (klappbar: ~0,5 m²) |
| Kalorienverbrauch/h | 400–700 kcal | 400–600 kcal |
| Gelenkbelastung | Mittel bis hoch | Sehr gering |
| Lautstärke | Laut (Motor + Schritte) | Leise bis mittel |
| Muskelgruppen | Hauptsächlich Beine | Ganzkörper (86% der Muskeln) |
| Einsteigerfreundlich | Sehr hoch | Mittel (Technik nötig) |
| Preis (gute Qualität) | 600–1.200 € | 300–1.300 € |
Was die Zahlen wirklich bedeuten
Der Kalorienvergleich klingt zunächst nach einem Unentschieden, aber schau genauer hin: Das Laufband erreicht seinen Spitzenwert von 700 kcal nur beim intensiven Laufen mit 10+ km/h. Beim lockeren Gehen mit 5–6 km/h sind es eher 250–300 kcal. Das Rudergerät hingegen verbrennt auch bei moderatem Tempo konstant 400–500 kcal, weil eben deutlich mehr Muskulatur beteiligt ist. Mehr aktive Muskeln = mehr Energieverbrauch, das ist Grundschulphysik des Körpers.

Beim Platzbedarf wird's interessant: Ja, das Rudergerät braucht im Betrieb mehr Länge (~2,5 m). Aber viele Rower lassen sich senkrecht an die Wand stellen, dann brauchen sie weniger als 0,5 m². Ein Laufband in geklapptem Zustand ist zwar flacher, aber immer noch sperrig. Wenn Platz dein Hauptproblem ist, hat der Rower im Storage-Modus klar die Nase vorn.
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Die Lärmfrage, unterschätzter Faktor im Homegym
Das ist der Punkt, der in keiner Hochglanz-Review ehrlich besprochen wird: Ein Laufband mit laufendem Motor und dazu deine Schritte, das sind schnell 65–75 dB. Zum Vergleich: Ein normales Gespräch liegt bei 60 dB. Wer Kinder im Haushalt hat, Schichtarbeiter als Nachbarn oder in einer Mietwohnung trainiert, weiß was das bedeutet. Ein Luftwiderstandsrower (Concept2) ist mit ~60 dB auch nicht ganz leise, aber ein Magnetwiderstandsrower kommt auf unter 50 dB, das ist Bibliotheksniveau. Dein Cardio-Training um 6 Uhr morgens wird damit zum Familienfrieden-Gewinner.
Wann das Laufband gewinnt
- Du bist Läufer und willst wetterunabhängig trainieren
- Du bevorzugst einfaches, intuitives Training (aufsteigen und loslaufen)
- Du trainierst für einen Lauf-Wettkampf
Das Laufband-Szenario: So könnte dein Training aussehen
Du willst drei Einheiten pro Woche absolvieren, das Laufband ist hier tatsächlich unschlagbar. Kein Umweg, kein Wetter, kein Ausrede-Potenzial. Du springst drauf, hast deine Herzfrequenz im Blick und läufst dein Tempo.

Auch für HIIT-Einheiten auf dem Laufband lohnt es sich: 30 Sekunden Sprint bei 14 km/h, 90 Sekunden Erholung bei 6 km/h, das kannst du exakt steuern. Die meisten Laufbänder ab 800 € bieten vorprogrammierte Intervalle, die du einfach startest. Das Laufband ist das Cardio-Gerät für alle, die spezifisch für Ausdauerläufe trainieren, daran führt kein Weg vorbei.
Wann das Rudergerät gewinnt
- Du willst ein Ganzkörper-Cardio-Workout
- Du hast Gelenkprobleme (Knie, Hüfte)
- Du wohnst in einer Mietwohnung (leiser, weniger Vibration)
- Platz ist begrenzt (klappbare Rower brauchen minimal Stauraum)
Der Technik-Einstieg: In 3 Schritten zur sauberen Rudertechnik
Der häufigste Einwand gegen das Rudergerät: "Ich weiß doch gar nicht, wie man das richtig macht." Fair, aber überschätze das nicht. Die Grundbewegung ist simpel und in einer Stunde sitzt du. Hier der schnelle Crash-Kurs:
- Schritt 1, Beine zuerst: Der Antrieb kommt zu 60% aus den Beinen. Drücke von der Fußplatte weg, als würdest du einen Leg-Press machen. Arme bleiben gestreckt.
- Schritt 2, Rücken folgt: Wenn die Beine fast gestreckt sind, neige den Oberkörper leicht nach hinten (ca. 10–15 Grad). Nicht weiter, Rücken bleibt gerade, nicht runden.
- Schritt 3, Arme ziehen: Erst jetzt ziehst du den Griff zum Bauch. Ellenbogen bleiben nah am Körper. Rückweg genau umgekehrt: Arme vor, Körper, Knie beugen.

In den ersten zwei Wochen fühlt es sich vielleicht ungewohnt an, das ist normal. Nach 5–6 Einheiten läuft die Bewegung automatisch und du kannst dich voll auf die Intensität konzentrieren.
Rudern und Krafttraining, die perfekte Kombination
Hier ist der echte Geheimvorteil für Homegym-Athleten: Das Rudergerät ergänzt klassisches Krafttraining ohne Muskeln doppelt zu belasten. Squats und Deadlifts fordern deine Beinmuskulatur maximal. Wenn du danach aufs Laufband steigst und nochmal 30 Minuten Beine strapazierst, sabotierst du deine Regeneration. Der Rower hingegen belastet vorrangig Rücken, Lats, Bizeps und Core, also Bereiche, die im Krafttraining oft als Assistenzmuskulatur fungieren. Das Ergebnis: Dein Cardio macht deinen Körper besser, ohne dein Krafttraining zu ruinieren.
Budget-Empfehlungen
Rudergerät
- Unter 500 €: Sportplus SP-MR-008 (Magnetwiderstand, sehr leise)
- 500–900 €: Concept2 RowErg (gebraucht), der Goldstandard
- Über 900 €: Concept2 RowErg (neu), unzerstörbar, hält ewig
Laufband
- Unter 600 €: Sportstech FX300, solide für Gelegenheitsläufer
- 600–1.000 €: Sole F63, stabiler Motor, gute Dämpfung
Gebraucht kaufen, lohnt es sich?
Beim Rudergerät: Absolut ja. Das Concept2 ist so robust, dass selbst 10 Jahre alte Geräte noch tadellos funktionieren. Auf eBay Kleinanzeigen findest du regelmäßig Exemplare für 500–650 €, die im Fitnessstudio jahrelang gelaufen sind und trotzdem noch Jahrzehnte vor sich haben. Der Servicedesk von Concept2 schickt dir für kleines Geld jedes Ersatzteil, das Unternehmen ist legendär für seinen Support.
Beim Laufband ist Gebraucht-Kauf riskanter: Der Motor ist das kritische Bauteil und lässt sich vor dem Kauf kaum seriös beurteilen. Wenn du ein Laufband gebraucht kaufst, dann nur von Privatpersonen mit nachweisbar wenig Nutzung, oder du zahlst die 100–200 € Aufpreis für ein neues Einsteigermodell und hast Garantie.
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Veröffentlicht durch die Gym4Home-Redaktion. Veröffentlicht am 15. Juni 2026.
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